Erfahrungsbericht,  Inspired!

Robinson Club Soma Bay oder: Vom Glück s/meine Vorurteile über Bord zu werfen!

Von Vorurteilen und anderen Dummheiten

EXit! Vom Aussteigen, Umsteigen und Mut zu dir selbst. Genau, darum geht es in diesem Blog und dem Podcast. Nun habe ich ein Wort gefettet und zwar „Umsteigen“ – und das aus einem bestimmten Grund: Change bedeutet auch immer wieder komplett neue Wege zu gehen. Wenn wir weiter und weiter auf alten Pfaden wandeln, müssen wir uns nicht wundern, dass sich unser Leben nicht vom Fleck bewegt. Das ist nun leichter gesagt als getan, denn um neue Wege einzuschlagen braucht es eine gehörige Portion Mut. Schon der erste Schritt geht in die Unsicherheit, das Ende ist meistens ganz ungewiss. Aber wir machen uns etwas vor, wenn wir denken, nur Veränderung bedeutet Unsicherheit. Unser ganzes Leben ist nicht wirklich planbar. Ständig werden wir mit neuen Situationen konfrontiert, mit denen wir so nicht gerechnet haben und nun zurechtkommen müssen. Und vieles davon hatten wir uns ganz anders vorgestellt, grrrr. Im Nachhinein und größeren Zusammenhang stellen unsere größten Herausforderungen ein Glück oftmals unsere größten Schritte gen Reifung und Heilung dar. Es lohnt sich also aufzubrechen.

Was hat das Ganze nun mit dem Betreff „Robinson Club Soma Bay oder: Vom Glück s/meine Vorurteile über Bord zu werfen!“ zu tun? Es ist ein Beispiel dafür, wie auch ich mir immer einmal wieder im Weg stehe und dadurch eine ganze Menge verpasse. Neben einer konkreten Angst, die uns vor vielen Vorhaben zurückhält, tragen wir nämlich alle eine ganze Menge Vorurteile mit uns herum.

Was genau ist ein Vorurteil? Wiki fasst es so zusammen: „Ein Vorurteil ist ein Urteil, das einer Person, einer Gruppe, einem Sachverhalt oder einer Situation vor einer gründlichen und umfassenden Untersuchung, Abklärung und Abwägung zuteilwird. Es gibt negative und positive Vorurteile.“

Ergänzen möchte ich in dem Zusammenhang, dass Vorurteile oftmals sogar nicht auf eigenen Erfahrungen beruhen. Wir übernehmen sie aus unserem Umfeld, Kulturkreis etc. Vorurteile und unser unreflektierter Umgang damit haben in der Welt immer wieder extremes Unheil angerichtet.

Im Folgenden möchte ich gar nicht in die großen, grausamen Beispiele der Geschichte einsteigen, sondern an einem persönlichen Beispiel aufzeigen, wie viel Freude es bringen kann, Vorurteile über Bord zu werfen!

Also noch einmal: Robinson Club Soma Bay oder: Vom Glück s/meine Vorurteile über Bord zu werfen!

Ganz zu Anfang: Dies ist kein gekaufter Reisebericht! Der Artikel entsteht aus großer Begeisterung und auch Dankbarkeit für die tolle Zeit, die ich im Robinson Club Soma Bay Ende September 2021 erlebt habe.

Und was hat das nun mit „Vorurteile über Bord werfen“ zu tun? Also: Hättet ihr mir vor 2, 3 Jahren gesagt, ich würde einmal in einem Robinson/Club Urlaub machen, dann hätte ich euch schallend ausgelacht. Ich und Cluburlaub?!! Ich liebe kleine Hotels, bin mit meinem Rucksack durch Nicaragua, Guatemala, vielfach durch Indien gereist. Snobby hätte ich dir gesagt: ICH bin eine Individualtouristin, jawohl!

Nun gut, es kam Corona, ich bin mal wieder Single, den Sommer (inklusive vieler Wochenenden) hatte ich so ziemlich durchgearbeitet und und und.

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Ich war urlaubsreif! Ich wollte Licht, Sonne, Wärme, lecker Essen, Erholung – für einen Wochentrip. Corona: Welche Länder haben aktuell auf, in denen all das Ende September noch geboten wird? Individuelles Rumreisen ist momentan nicht immer so einfach und der Spaß bleibt dabei oft auf der Strecke. Außerdem hatte ich nicht wieder Lust auf komplett Alleinreisen. Früher hat mir das nichts ausgemacht, aber irgendwie ist mir gerade nicht danach.

Da kamen mir die x-fach ausgesprochenen Empfehlungen von Freundinnen in den Sinn: Robinson Clubs. Grit und Mila hatten mir u. a. besonders den in Soma Bay in Ägypten ans Herz gelegt. Okay, ich habe noch ein paar Tage rumgegoogelt, ob ich nicht doch etwas anderes finde, aber irgendwie … DANN HABE ICH ES GETAN: 8 Tage Robinson Soma Bay gebucht. Im Hinterkopf hatte ich zugegebenermaßen, dass die Stornobedingungen aktuell für spontanes Weglaufen vor diesem Experiment sehr günstig sind 😉

Und ich habe in Gedanken immer wieder storniert – es ein Glück aber nicht getan, denn: Ich hatte in Soma Bay einfach eine grandiose Zeit!

Warum? Das werde ich euch im Folgenden beschreiben.

La voilà: mein Reisebericht Robinson Club Soma Bay

Anfahrt

Gut 45 Minuten dauert die Fahrt vom Flughafen bis zum Hotel – also im grünen Bereich.

Ankunft

Im Dunkeln im Club anzukommen hat etwas: Die Auffahrt und der Haupteingang sehen illuminiert einfach besonders zauberhaft aus. Meine Mitankömmlinge und ich werden schon vor dem Eingang erwartet und das mit einem Umtrunk in Form von Wasser, frischem O-Saft oder Sekt. Ich habe meine Ration gleich hier über Bord geworfen und kann nur sagen: Der Sekt war lecker 😍

Danach geht’s gen Kurz-Check in und auf die Zimmer. Mein Koffer ist fast schon mir da. So unkompliziert bin ich selten irgendwo aufgenommen worden.

Frisch eingecheckt vergisst man übrigens sofort die normale Zeit – und das im wahrsten Sinn des Wortes: Ab Türschwelle herrscht hier nämlich „CLUBZEIT“. Jawohl, die Uhren laufen eine Stunde früher als zu Hause. Ganz schlau, denn so haben wir eine Stunde mehr Sonnen- bzw. Lichtzeit – die wir dann eben eher nicht noch im Bett verbringen. Das heißt natürlich auch, dass ich dann in meinem Urlaub (!!!) quasi um 6.00 Uhr meditierend am Strand gesessen habe – wann geht das bitte sonst mit live Meeresrauschen & -blick? Aber damit war ich nicht allein: Der gesamte Club war angenehm entspannt schon früh auf den Beinen – samt Direktor Olli, der des Öfteren so früh samt Schnorchel & Taucherbrille dem Meer entstieg 😉

Zimmer & Design

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Ich hatte gehört, dass Robinson Club Zimmer eher „einfach gehalten“ sind. Für mein Zimmer kann ich nur sagen: Es war sehr geschmackvoll, leicht arabisch eingerichtet, geräumig, schönes Bad, Balkon mit gutem Meerblick. Also war ich gleich wieder positiv überrascht. Auch der Rest des Clubs ist schön gestaltet und es gibt viele Ecken, in die man sich mal in Ruhe zurückziehen kann. Alles ansprechend, nicht übertüdelt, Motto ist: entspannen und entspannter Umgang.

Insgesamt ist die Anlage sehr weitläufig im Sinn von immer genug Platz am Strand, den Restaurants etc. Trotzdem kommt man recht schnell von A nach B. Die Zimmer sind in vier größeren Häusern untergebracht. Meins lag in Haus C – was mich nicht daran gehindert hat, immer einmal wieder zu versuchen mit meiner Karte in D 302 reinzukommen. Wo bin ich nur manchmal mit meinen Gedanken, denn kompliziert ist der Weg nicht! 🙄

Beach & Sea

Sonnenbaden: Ich liege am liebsten direkt am Meer und hier kann man wählen zwischen Liegen, die sich über den Strand verteilen und mit Sonnenschirmen und Windschutz ausgestattet sind. Alternative: Liegen und Sitzsäcke in Barnähe. Auch der Poolbereich ist ansprechend und erst der wunderschöne Spa-Bereich: ein weiterer, kleiner Pool, sehr schöne Loungemöbel und eine Sauna im ersten Stock und mit tollem Blick auf den Strand.

Zum Meer bleibt mir fast nur zu sagen: traumhaft! Glasklar leuchtet es einem in prächtigstem türkis entgegen.

Food

Besonders oft wurde mir das Essen im Club Soma Bay angepriesen und es stimmt: Es ist wirklich sehr gut! Ich bin normal nicht ein Fan von Buffets, aber mit dem hier habe ich gerne meinen Frieden gemacht. Die Auswahl war sehr gut und abwechslungsreich. Die Speisen ver/kochten nicht wie oft in anderen Häusern bereits seit Stunden vor sich hin. Ständig wird frisch nachgelegt. Hier findet jede/r etwas für sich: von Fleisch, über Fisch, Meeresfrüchte, vegetarische und vegane Gerichte. Ein Tipp zum Frühstück – wenn ihr zur richtigen Jahreszeit da seid: Don’t miss the Mango 😍

Zudem gibt es die WellFood Station, was bedeutet: trendorientierte und gesunde Gerichte zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. „Vollpension made by Robinson“ bedeutet übrigens: Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack und Dinner – wie gut, dass es hier so viele Möglichkeiten gibt Sport zu treiben 🙈

Restaurants

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Auf den ersten Blick gibt es vier Restaurants: das Hauptrestaurant mit Terrasse, das Strandrestaurant, ein landestypisches Spezialitätenrestaurant (gegen Gebühr) und das

Genießerrestaurant (gegen Gebühr). Allerdings habe ich mich schon am Morgen meines zweiten Tages gefragt, was hier am Stand geschäftig rumgewuselt wird und was all die Tische sollen? Am Abend die Überraschung: Direkt auf dem Strand fand festlich dekoriert das Dinner statt – ein Restaurant mal eben in den Sand gebaut. Und das ist einer der Punkte, die mich in diesem Club besonders fasziniert und erfreut haben: Die gesamte Mannschaft ist ständig geschäftig am Werkeln um uns einen tollen Aufenthalt zu bieten. Konkret: zwei Tage später dinierten wir rund um den Pool, es folgte eine „White Night“, ein festliches ROB Carpet Event und und und. tasteJAM = Streetfoodfeeling mit mobilen Ständen für Essen & Getränke fand leider am Tag meiner Abreise statt. Ich finde es wirklich absolut erstaunlich und einmalig, was hier mit so viel Hingabe, Blick für tolles Styling und für ganz besondere Momente auf die Beine gestellt wird. Einfach: Wow und merci!!! 🙏🏻 🙏🏻 🙏🏻

Sport

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Wie oben schon erwähnt: Gut das dieses Thema auf das Stichwort „Restaurants“ folgt 😉
Auf dem gesamten Areal herrscht ein witziges Gewusel von Menschen in Sportbekleidung – gerade am frühen Morgen. Das reißt richtig mit, ohne dass einen ein Fitnesswahn unter Druck setzt, wenn man einfach mal in der Sonne abhängen oder das dritte Mal ans Buffet gehen will. UND: Ich bin nicht ein einziges Mal von einem überspannten Animateur bequatscht worden, nun doch Wassergymnastik o. ä. mitzumachen. So etwas gibt es hier nämlich gar nicht – und davor hatte ich Angst 😉 Du lädst dir die Robinson App runter und meldest dich bei Lust für einen Kurs an, basta!

La voilà: Saskia❤️

Auch ein Highlight: Der Club engagiert für Wochenspecials immer wieder externe Trainer*innen. Ich konnte z. B. herrliche Yoga- und Meditationsstunden mit der einfach wundervollen Saskia genießen. Merci noch einmal an dich, Saskia!!!

Hidden Gems – ein paar weitere, unerwartete Highlights

Der Sundowner

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Schon auf der Website des Robinson Clubs Soma Bay liest man wie toll der Sundowner sei. Hm, was soll jetzt bitte an diesem Sonnenuntergang so besonders sein?? Und mal wieder musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Hier geht die Sonne nicht einfach sang- & klanglos unter: An jedem Tag wird mal wieder etwas geboten. Ab 16.30 Uhr legen unterschiedliche DJs coolste Lounge Musik auf. Ab und an spielen sogar Livebands. Aus allen Ecken und Winkeln versammeln sich die Gäste auf Sitzsäcken oder Liegen und genießen den Blick auf den wunderschönen Sonnenuntergang. Die Stimmung ist magisch und nicht selten wird das Tanzbein schon jetzt geschwungen – mehr Relaxing geht nicht.

Die Stimmung – und die anderen Gäste

Ich wusste vor dem Urlaub tatsächlich nicht, dass es sich bei Robinson Club um ein deutsches Unternehmen handelt. Und ich muss zugeben, dass ich auf Reisen nicht unbedingt die Nähe von Deutschen suche – das habe ich zu Hause genug. 😉 Ein bisschen „escape Reality“ tut ab und an gut, gerade weil meine Landsleute auf Reisen nicht immer die angenehmsten Zeitgenossen sind, viel motzen etc. Sorry, die/der ein oder andere unter euch weiß vielleicht, was ich meine? Hier war es einmal wieder ganz anders: Ein Großteil meiner Begegnungen waren Wiederholungstäter*innen. Das heißt: Sie lieben diesen Club und wie alles hier ist, sind extrem entspannt, offen und angenehm. Das macht on top die besondere Stimmung hier aus!

Die Menschen machen den Unterscheid – danke an euch! 💋

Ich hatte dazu noch das besondere Glück einem kleinen Freundeskreis von Menschen aus Frankfurt und Umgebung zu begegnen. Mit so viel Offenheit, Herzlichkeit und gemeinsamem Spaß hatte ich bei meinem Gedanken „keine Lust wieder alleine zu reisen“ nicht gerechnet. Ihr Lieben: Danke noch einmal von Herzen für die tollen Zeit!

Kommen wir aber nun unbedingt noch zu den ganz besonders wichtigen Menschen im Club: den Mitarbeitern. Ich bin in meinem Leben schon sehr viel gereist, aber ich glaube, so viel ansteckende Herzlichkeit ist mir wirklich selten begegnet. Und die Liebenswürdigkeit fühlt sich echt an und so, als würden die Menschen hier wirklich gerne arbeiten! Ich war immer wieder begeistert und berührt von so viel Strahlen, Lachen, miteinander Scherzen. So war ich dann fast nicht mehr erstaunt als beim Einsteigen in meinen Rücktransfer plötzlich circa zehn Mitarbeiter mit Fahnen am Bus standen und bei unserer Abfahrt kichernd damit herumwedelten. Mir kam zu den anderen Abreisenden über die Lippen „Noch vor acht Tagen hätte ich gesagt, die spinnen doch, aber jetzt …“. Alle lachten und ich denke, sie wussten, was ich meine.

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Das könnte ein gutes Artikelschlusswort sein, wäre da nicht Olli – oben schon erwähnt und mit bei den Fahnenschwingern. Also last but not least:

Olli – alias Dr. Andreas Oltrogge

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Wenn wir mal wieder motzen wollen, sagen wir Deutschen gerne: „Der Fisch stinkt vom Kopf“. Im Fall von Olli müssen wir den Ausspruch quasi auf den Kopf stellen. Er scheint überall zu sein und überall mit anzufassen – der immerhin Hotel Direktor. Stets offen für ein nettes Wort hat er einen guten Blick auf das gesamte Geschehen und die hohe Qualität. Und dann erst seine Showeinlagen: Als Moderator der Dinnerdarbietungen eine gute Besetzung ist er für einen Neuverfilmung von „Dinner for One“ mein absoluter Favorit – und ich kann das nach über 20 Jahren Arbeit für die Filmindustrie beurteilen 😉 Das ganze fand dann noch auf Kölsch statt und mit wirklich vollem Einsatz – siehe Fotos. So weiß nun endlich auch ich, dass man in Kölle bei der Bestellung eines halve Hahns kein knuspriges Grillhähnchen bekommt, sondern ein labbriges Käsebrötchen. Danke auch für die Gastroaufklärung.

Aber Spaß beiseite: Wer Olli begegnet weiß wer diese besondere Stimmung, das große und liebevolle Engagement und und und trägt und auf Trapp hält. Das muss mal gesagt werden!

„Nicht geschimpft ist genug gelobt“ ist einfach kein EXit! Motto!

Merci also dafür an dich, Olli. 🙏🏻

Ich schließe final mit dem Ausspruch auf Ollis Goodbye Fahne: Nur wer geht, kann auch wiederkommen!
And: I will!

An euch, meine Lieben: Lasst eure großen und kleinen Vorurteile ab und an beiseite und genießt mutig neue Wege – ihr könntet genauso grandios überrascht werden wie ich.

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