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Ich darf immer wieder neue Entscheidungen treffen!

Von Entscheidungen und Bedürfnissen: der neue Blogartikel & Podcast

Ihr Lieben, auch diesen Beitrag habe ich euch wieder als Blogartikel und Podcast aufgearbeitet – jeder/m ihr/sein liebstes Medium. Am Ende des Artikels findet ihr den Direktlink zum Podcast – und unter „Worum genau geht es in dieser Episode“ auch die dazugehörigen Timings. Viel Spaß beim Lesen und/oder Zuhören! ❤️

In Podcast Nr. 10 habe ich euch noch einmal erläutert, warum es ab und an wirklich wichtig ist, seinen persönlichen Status quo zu ermitteln. Sonst geschieht es all zu schnell, dass wir nur noch im Funktionsmodus durch unser Leben hasten, unglücklicher und unglücklicher werden, vielleicht sogar krank, aber nicht wissen, was wirklich unser Problem ist. Ich hoffe, die/der ein oder andere unter euch hat auch gleich einmal die Übung zum Status quo Abgleich gemacht?! Wie war es, euch wieder auf die Spur zu kommen? Was sind die ersten Schritte, die ihr euch fest vorgenommen und schon konkret geplant habt? Ich bin wirklich sehr gespannt und freue mich immer über Feedback und auch Fragen, die ihr noch zum Thema habt!! An all die unter euch, die den Podcast noch nicht gehört haben: Ich lege euch den Link in die Shownotes. Versucht es einfach einmal, es ist wirklich spannend und schafft einen klaren Blick nach vorne, legt neue Ziele frei und lässt euch wieder mehr träumen!

Wenn du die Übung gemacht hast, ist dir in den letzten Aufgabenstellungen das Thema „Entscheidungen“ begegnet. Du hast ermittelt, wo du in deinen unterschiedlichen Lebensbereichen gerade stehst und auch, ob das jeweils deinen Vorstellungen entspricht. Wenn etwas für dich an der ein oder anderen Stelle gar nicht passt, steht vor der Veränderung eine klare Entscheidung an, in welche Richtung du dich in Bewegung setzen möchtest. Und auch für unterwegs ist wichtig: Ich darf immer wieder neue Entscheidungen treffen! Was sich so leicht sagt, ist in der Praxis oftmals ganz schön schwierig. Schauen wir uns also im Folgenden das Thema „Entscheidungen“ etwas genauer an. Vielleicht helfen euch die Gedanken, eure eigenen Entscheidungen etwas leichter zu treffen und zu nehmen.

Worum geht es in dieser Episode – inkl. Podcast Timings

  • Einleitung 00:00
  • Warum uns Entscheidungen oft Angst machen 3:01
  • Bis das der Tod uns scheidet – darum geht es doch gar nicht! 4:53
  • Ein Beispiel aus meinem Leben 6:54
  • Und was mache ich nun mit dieser neuen Einsicht? 12:18
  • Manchmal müssen wir den Schritt raus wagen um wirklich zu uns zu kommen 13.31
  • Bedürfnisse erkannt – und was nun? 14:42
  • Was sind Bedürfnisse eigentlich – und was sind deine? 16:13
  • Eine erste Übung, um deinen Bedürfnissen auf die Spur zu kommen 18:34

Warum uns Entscheidungen oft Angst machen

Frau im schwarzen T-Shirt mit Aufschrift "Fears Kill Dreams"
©Photo by Jaqueline Fritz on Unsplash

Eine große Krux an Entscheidungen ist, dass sie uns oftmals einiges an Mut kosten – und den muss man dann erst einmal aufbringen. Wir entscheiden uns für das eine und müssen dadurch oftmals etwas anderes loslassen. Das bringt Verlustängste auf den Plan. Zudem machen wir uns auf in eine neue Richtung, die uns noch nicht so bekannt oder gar komplettes Neuland ist. Wir schauen nach vorne und da ist plötzlich so viel Ungewissheit. Das kann den Veränderungswillen direkt ziemlich ins Wanken bringen. Aber sein wir einmal ehrlich: Die letzten eineinhalb Corona-Jahre mit all ihren umfassenden Umwälzungen haben uns gezeigt, wie schnell sich die Welt und somit unser Leben verändern kann. Aber auch schon vorher hat unser Alltag ein ganz neues Tempo angenommen als vielleicht noch vor 10 oder 15 Jahren. Neue Technologien haben unser Leben beschleunigt. Ständig müssen wir uns auch beruflich neu erfinden und weiterentwickeln. Home Office und New Work im weiteren Sinn verändert die Art, wie wir zusammen arbeiten grundlegend.

In all dem Change, der von außen an uns herangetragen wird, ist es wichtig, sich selber in der Bewegung zu verorten. Bewege ich mich eigentlich im richtigen Strom mit? Und auch hier steht eine Entscheidung an: Will ich mein Leben selber und bewusst lenken oder einfach mit dem Strom schwimmen. Und nein, letzteres muss nicht falsch sein. Es gibt Lebensphasen, da haben Bereiche weniger Bedeutung, da ist ein „Mein Beruf ist nicht toll, aber okay – er gibt mir viel Raum für meine Familie“ für den Moment vielleicht die richtige Entscheidung. Wichtig ist wo DU gerade stehst, was DIR gerade wichtig ist!

Bis das der Tod uns scheidet – darum geht es doch gar nicht!

So, nun nehmen wir mal etwas Druck aus dem Thema Entscheidungen: Wir müssen sie meistens eben nicht bis ins Grab mitnehmen! Letztere Befürchtung steht uns an der Kreuzung zu einem neuen Pfad im Leben nämlich oftmals im Weg und lässt uns im Alten verharren. Wir haben Angst davor, dass die in einem Moment geschlossene Tür nie wieder zu öffnen ist, dass ein neuer Abschnitt eine Einbahnstraße ist, aus der wir nicht mehr umkehren können. Dem ist im Großteil der Fälle aber einfach nicht so! Lasst das einmal ganz genüsslich sacken: Wenn wir eine Entscheidung treffen, ist das meistens nicht für den Rest des Lebens.

©Photo by Lubo Minar on Unsplash

Wir können immer wieder neue treffen! Das müssen wir sogar, denn wenn wir uns auf neue Wege begeben, können wir maximal die ersten Abschnitte übersehen. Auf welche Wetterbedingungen wir uns in der Mitte einstellen müssen, das ist genauso unklar wie ob uns der einmal ersehnte Zielpunkt dann wirklich guttut. Vieles müssen wir erst selber erfahren, begehen, fühlen, um zu schauen, wie es uns damit geht. Wir können Entscheidungen immer nur soweit treffen, wie wir sie grob absehen. Zu einem anderen Zeitpunkt stehen neue an, dürfen wir nachjustieren. Und ja, wir können auch eine ziemliche Wende hinlegen wenn wir merken: Ich habe an der Weggabelung die falsche Route gewählt. Sie führt mich nicht dorthin, wohin ich wollte. Vielleicht merkst du auch, dass dir unterwegs andere Themen und Ziele wichtiger geworden sind. Das hat dann sicher auch seinen Preis, aber meistens ist der gar nicht so hoch wie es einem die Widersacher im Kopf einreden. Die wollen nämlich immer lieber im Alten verharren. Das ist vermeintlich sicherer, aber nur vermeintlich. Hier also auch jeweils auf einen anderen Sender im Kopf um- oder einfach mal ganz ausschalten 😉

Ein aktuelles Beispiel aus meinem Leben

Und ihr werdet vielleicht lachen, aber: Auch ein Coach braucht manchmal einen Coach – oder coacht sich selber. Ich ermittle immer einmal wieder den Status quo für mein Leben. So vor circa drei Wochen geschehen. Was war der Anlass? Meistens macht man das ja nicht routinemäßig, sondern wenn man spürt, es passt etwas nicht mehr. Nach circa neun Monaten Entwicklungs- und Umsetzungszeit steht EXit! jetzt auf ganz guten Füßen. Ich habe die Technik recht gut im Griff, die Texte fließen leichter aus der Tastatur, super Thore hier neben mir hilft mir bei der Podcast Produktion etc. Meinen Blog und Podcast habe auch mehr und mehr Leser bzw. Zuhörer. Auch die Presse hat das Thema gut aufgenommen und es gab bzw. gibt Berichte in der SZ Plan W, Flow, FÜR SIE, emotion Working Women, barbara.de, Frankfurter Neue Presse, strive-magazin.de, Ursache/Wirkung und und und. Trotzdem fühlte ich mich schon seit einiger Zeit immer einmal wieder leer, kam schwerer als sonst aus dem Bett, war plötzlich fast zwanghaft ständig unterwegs. Alte Widersacher in meinem Kopf kamen hoch und hebelten an allen möglichen Stellen. Ich machte stoisch weiter, trieb EXit! voran, meditierte und richtete mich so mental aus, praktizierte Morgenyoga etc.

Ohne es zu merken steckte ich erneut in meinem Funktionsprogramm: Weiter machen, weiter machen, weiter machen und das wie immer mit Vollgas. Brav erfüllen, was man sich und anderen versprochen hat. Aber es wurde nicht besser, im Gegenteil: Ich ertappte mich immer öfter deprimiert, was mich sehr irritierte. Ich war doch erst vor einem knappen Jahr abgesprungen ins Neue, hatte mich für EXit! als einen Schritt entscheiden. Ich MUSSTE jetzt doch happy sein. War ich aber nicht! Das Ganze ging noch eine Zeit so weiter, denn auch ich bin recht gut im „mal einfach über mich drüber zu trampeln“. Aber am Sonntag vor drei Wochen bin ich endlich einmal wieder einem klaren Impuls gefolgt, der mir sagte: Du hast doch jetzt gar keine Lust auf Spinning und Hochleistung?! Eigentlich ist dir doch viel mehr nach Verwöhnung und Ruhe?! Und es stimmte. Ich habe meinen Kurs abgesagt und bin spontan in die Sauna gegangen. Schon im Dampfbad fiel urplötzlich so viel Druck von mir. Ich konnte es wirklich körperlich spüren. Über die nächsten Saunagänge und Pausen dazwischen kam ich in eine tiefe Entspannung und endlich einmal wieder bei mir an.

Und da sprudelte plötzlich es plötzlich tief aus mir heraus:

  • Mir fehlt es so sehr, wie früher mit Menschen zu arbeiten – Mitarbeiter, Kunden, Partner, und und und. Home Office hat etwas für sich, aber für mich passt es definitiv nicht ständig von dort aus zu arbeiten!
  • Es fehlt mir unendlich zusammen mit Menschen zu arbeiten, uns zu beratschlagen, gemeinsam etwas zu entwickeln und auf die Beine zu stellen.
  • Es fehlt mir beruflich unterwegs zu sein, der Austausch auf Konferenzen und Festivals. Den Kopf dabei ganz weit aufzumachen, inspiriert und motiviert zurück an den Arbeitsplatz zu kommen.
  • Und auch: Mir fehlt das kreative Arbeiten, Neues zu ersinnen und in die Welt zu bringen. Bis jetzt war EXit! noch sehr im Werden, aber nun steht vieles, läuft im Alltag und mein kreativer Geist wird unruhig. Und EXit! ist kreativ. Das Schreiben, Podcasten, Weiterentwickeln, ABER ich merke plötzlich: Mir fehlt trotzdem etwas und zwar sehr!
  • Auch dieses finanzielle Vakuum auszuhalten tut mir gar nicht gut! Das verwunderte mich, denn ich hatte mir ja einen Zeitraum gegeben, während dem kein Geld verdienen okay ist. So ist es nämlich noch mit EXit! und wer weiß, ob sich das ändern wird. Ich weiß nicht, ob ich auf meinem aktuellen Weg mit Blog, Podcast & Co jemals meinen Lebensunterhalt bestreiten kann – aber das muss ich, denn ich habe niemanden, der meine Rechnungen sonst zahlt. 😉 Zudem ist es für jemand wie mich, die seit ihrem 14ten Lebensjahr ihr eigenes Geld verdient hat, immer sich selbst über die Runden gebracht hat, ohne Einkommen wohl doch sehr schwer auszuhalten.

Und was mache ich nun mit dieser neuen Einsicht?

Frau sucht auf Landkarte den Weg
©Photo by Daniel Gonzalez on Unsplash

Puhhh und ahaaaaaaaaaaa! Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, das war ganz schön viel neues Bewusstsein auf einmal. Aber es gab einen großen Unterschied zu früher: Die Stimmen in meinem Kopf metzelten mich nicht wieder nieder mit: „Da siehste, du bist in die total falsche Richtung gerannt! War doch klar, dass aus EXit! nichts wird! Wärst du besser bei deiner Agentur geblieben!“ oder oder oder. Nein, die Klarheit über das, was mir fehlte, kam ganz ruhig in mir auf. Sie fühlte sich wahr und einfach richtig an. Ich fühlte mich unglaublich erleichtert und es war ein großes Geschenk, mir das alles einfach eingestehen zu dürfen – ein wirklicher Gänsehautmoment. Ich vernahm in mir eine neue Stimme, die ich so vorher gar nicht kannte. Sie sagte so etwas wie „Aha, das fehlt mir also. Jetzt verstehe ich mich und meine letzten Wochen besser. Hm, das so soll das aber nicht sein. Was können wir tun, um diese Themen mit in dein Leben zu bringen damit es dir wieder besser geht?“.

Manchmal müssen wir den Schritt raus wagen, um wirklich zu uns zu kommen

Das war so neu für mich: Über die letzten Monate hat sich etwas in mir entwickelt, das meine Bedürfnisse ernst nimmt UND anfängt es normal zu findet, dass sie eine Bedeutung haben. Ich „darf“ mich plötzlich um sie kümmere. In mir war in der Situation nicht wie früher Druck und Selbstzweifel, sondern eine sehr heilsame Ruhe, ja eine ganz neue, liebevolle Hinwendung zu mir. Auch das ließ mich aufhorchen und brauchte ein glückliches „aha, wooooow“ in mir auf. Ich fühlte mich mehr bei mir und für mich als je zuvor. Was ich auch sehr spannend finde: Wie wichtig mir die gerade genannten Bedürfnisse sind, war mir bis dahin nicht so klar. Ich musste erst durch das letzte Jahr gehen um zu spüren, was sie mir bedeuten. Erst in der neuen Situation konnten sie so klar hochkommen und auch erst jetzt bin ich in der Lage, sie wirklich ernst zu nehmen, mir zuzugestehen. Auch dieser Teil des Weges, neue Offenheit, Zuwendung zu dir, Heilung entsteht nicht auf dem Reißbrett, sondern wenn du dich loslässt und auf dem Pfad das Leben spürst.

Bedürfnisse erkannt – und was nun?

Scralle Buchstaben/Worte: decide, commit, repeat
©Photo by Brett Jordan on Unsplash

Natürlich zieht das Ganze nun weitere Gedanken mit sich UND Entscheidungen. Das ist, was ich zu Anfang meinte: Wir machen uns los auf einen neuen Weg und nach einigen Etappen schauen wir, ob die Route angepasst werden muss. Sonst führt sie am Ende an deinem Ziel vorbei. Übrigens kann sich letzteres unterwegs ja sogar ändern. Anderes wird uns wichtiger, wir erweitern unseren Horizont. Hinter einer Kurve auf dem Weg erspähst du plötzlich ganz neue Möglichkeiten, darfst in sie hineinfühlen und neu wählen. Auch das ist nicht schlimm, sondern eine große Chance. Es ist egal was die anderen darüber denken: Es muss für DICH passen!

Ich war aufgebrochen, um mich in meinem Leben glücklicher zu fühlen, um ein von mir so genanntes GANZES Leben in Balance mit Arbeit, Partnerschaft, Familie, Freunden, Freizeit etc. zu führen. Früher fühlte es sich im Schwerpunkt wie ein Arbeits-Leben an. Gerade bin ich also dabei in mich hinein zu spüren, wie und was ich neben EXit! an Neuem in mein Leben holen kann. Welche Umgebung, welche Arbeitsform und -inhalte etc. unterstützen meine Bedürfnisse? EXit! bedeutet mir viel und ich bleibe hier am Ball, aber es muss noch etwas dazukommen. Ich halte euch auf dem Laufenden! 😊

Was sind Bedürfnisse eigentlich – und was sind deine?

Wegweiser aus Holz auf einem Berg
©Photo by Bit Cloud on Unsplash

Jetzt habe ich so viel über Bedürfnisse gesprochen, aber sagt das jeder/m von euch etwas? Anbei ein kleiner Hintergrund zum Thema:  Bedürfnisse – worum geht es dabei, was ist das? Sie werden definiert als Verlangen nach etwas Bestimmtem, einer Sache, einer Lebenskonstellation. Dabei kann es beispielsweise um unsere materielle Lebensgrundlage gehen, um Sicherheit, Zugehörigkeit, Zuneigung, Verständnis, Autonomie, Bewegung, kompetent sein, Müßiggang, Kreativität und und und. Der US-amerikanischer Psychologe Abraham Harold Maslow unterscheidet in seiner sehr bekannten Bedürfnispyramide Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen, Trinken, Sex etc.), die Bedürfnisse nach Sicherheit (Wohnen, Arbeit, Gesundheit), nach sozialer Einbindung (Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeit), nach Einfluss und Anerkennung sowie nach Selbstverwirklichung. Das nur als kleiner Einblick in das Thema – im Netz findest du weitere Ausführungen. Ich lege dir beispielhaft weiterführende Links in die Shownotes.

Nun aber zu dir: Bist du dir im Klaren darüber, was deine Basisbedürfnisse sind? Was ist dir in deiner aktuellen Lebensphase besonders wichtig? Was brauchst du, damit es dir gut geht? Hast du jemals mit dieser Frage in dich hinein gefühlt und sie dir beantwortet? Und dann die Kür: Erfüllst du sie dir bereits? UND wenn nicht: Wie schaffst du das in der Zukunft? Vielleicht bist du bis jetzt oder in den letzten Jahren mehr deinem Bild von dir gefolgt als dir selber?

Wenn wir so groß darin sind, unsere Bedürfnisse zu überhören, wie kommen wir ihnen dann auf die Spur? Na, mit dem EXit! Motto „Ins Tun kommen!“ 😉

Eine Übung, um deinen Bedürfnissen auf die Spur zu kommen

Anbei eine Anleitung zum Eingrooven – und hier trifft wie so oft zu: Übung macht den Meister. Da wir so lange eher darauf geschaut haben, was unsere Umwelt von uns will, braucht es etwas Zeit. Aber wenn du erst einmal merkst, wie gut es sich anfühlt, den eigenen Bedürfnissen Raum zu geben, wird es sicher kein Halten mehr für dich geben 😉

Legen wir mit der Übung los:

Was es vor allen Dingen grade zum Start braucht ist Ruhe, Rückzug aus dem üblichen Lärm um uns herum, denn anfangs ist deine innere Stimme ggfs. noch recht leise.

  • Nimmt dir mehrmals am Tag einen Moment, an dem du nur mit dir bist
  • Spüre in dich hinein und frage dich: Wie geht es mir im Moment?
  • Achte dabei auf die Gefühle, die in dir aufkommen – auch auf die, die in deinem Körper aufkommen. Hast du einen Kloss im Hals oder verkrampft sich dein Magen?
  • Zu den Gefühlen kann man ganz einfach sagen: Wenn du dich entspannt, zufrieden, gut gelaunt fühlst, dann bist du deinen Bedürfnissen gut auf der Spur. Wenn du dich schlecht, erschöpft, traurig, gehetzt fühlst, dann ist Aufmerksamkeit angesagt.
  • Fühl einfach jetzt einmal in dich hinein. Ist dein Körper entspannt, dein Kopf frei? Oder verspürst du Druck in dir, kommt bei der Frage vielleicht Traurigkeit auf. Meldet sich gar sofort einer deiner Widersacher im Kopf, der dich zur Arbeit antreiben will? Bist du frustrierst, verärgert oder traurig?
  • Fühlst du dich mental, seelisch oder körperlich nicht gut, spüre weiter in dich und versuche die Bedürfnisse dahinter zu erkennen.
  • Frage dich: Was kann ich tun, was brauche ich aktuell, was würde mir helfen, so dass es mir wieder besser geht?
  • Lausche den Impulsen, die hochkommen. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Das was unvermittelt und in sekundenschnelle hoch kommt ist oft eine sehr gute Fährte – es wurde von unserem Denker nämlich noch nicht zensiert und kommt von ganz tief.
  • Gerade zum Einstieg schreibe dir deine Impulse zuerst einmal nur auf.
  • Dann geht es weiter mit der Frage: Welches tiefere Bedürfnis steckt hinter dem vorherigen Impuls? Hier kommen die Antworten oftmals nicht gleich in Bedürfnis-Reinform. Manchmal erscheint sie dir ggfs. banal, aber noch einmal: Es gibt keine falsche Antwort. Nimm dich ernst und lausche tiefer. Was könnte hinter „ein Eis“, „ein Cappuccino“ stecken? Vielleicht dass du das ganze gerne in deinem Lieblingscafé zu dir nehmen möchtest = ich brauche eine Pause, ich möchte unter Menschen, ich habe eine Belohnung verdient?
  • Schreibe dir auch nun wieder auf, welche Bedürfnisse du für dich herausspürst und lass sie zu Anfang erst einmal sacken. Aktuell geht es noch nicht darum, alles gleich umzusetzen und zu verändern. Wir sind in Step 1: Uns selber auf die Spur kommen. Der Rest folgt.

Zwei Fragestellungen, die dir zusätzlich auf der Spur gen deine Bedürfnisse helfen können

  • Was habe ich als Kind und Jugendliche/r besonders gerne getan? Bei welcher aktuellen Tätigkeit oder Situation verspüre ich Freude, innere Ruhe, Energie o.ä.? Welche Bedürfnisse stehen dahinter?
  • Und zäumen wir das Pferd einmal von hinten auf: Warum tust du das, was du im Moment in deinem Leben machst wirklich? Weil es andere so erwarten? Weil du es immer so tust oder weil DU dich bewusst dazu entschieden hast? Spüre hinein und schau, was dir davon gar nicht entspricht, sich nicht gut anfühlt.

Gut, soweit ein erster Einblick in den Komplex „Entscheidungen und eigene Bedürfnisse“.

Ich hoffe, ich kann euch damit auf dem Weg zu euren eigenen Zielen unterstützen. Nehmt die Antworten zu Anfang entspannt an und freut euch, dass ihr beginnt, besser für euch zu sorgen. Die Bewusstwerdung der Bedürfnisse ist der erste Schritt. Nun geht es Schritt für Schritt darum, sich auch darum zu kümmern, sie ernst zu nehmen. Zu den Themen Entscheidung und vor allen Dingen Entscheidungsfindung wird es in absehbarer Zeit Blogartikel & Podcasts mit weiteren Übungen geben.

Der Podcast #11: Ich darf immer wieder neue Entscheidungen treffen!

Links & Empfehlungen

Externe Links zum Thema Bedürfnisse:

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