Grafik zum Thema: Entscheidungen = Ideen in die Realität bringen
Einführung,  Podcast,  Übungen

Entscheidungen treffen – so fällt es leichter

Von Ratio, Bauchgefühl und Methoden zur Entscheidungsfindung

Ihr Lieben, mit diesem Beitrag möchte ich an das Thema des letzten Artikels „Entscheidungen“ anschließen und es weiter einführen. Ohne eine klare Entscheidung für Veränderung kommen wir nun mal nicht los und auf den neuen Weg. Aber wie schaffe ich das, mir endlich ein Herz zu nehmen und abzuspringen? Wir starten mit ein paar weiteren Fakten zum Thema und dann stürzen wir uns per Übungen direkt hinein in die Praxis!

Auch diesen Beitrag habe ich euch wieder als Blogartikel und Podcast aufgearbeitet. Am Ende des Artikels findet ihr den Direktlink zum Podcast – und unter „Worum genau geht es in dieser Episode“ auch die dazugehörigen Timings. Viel Spaß beim Lesen und/oder Zuhören! ❤️

Worum geht es in dieser Episode genau

  • Von Ratio, Bauchgefühl und Methoden zur Entscheidungsfindung 00:00
  • Und trotzdem müssen wir weiterhin Entscheidungen treffen 1:33
  • Von kleinen und großen Entscheidungen 2:51
  • Bauch is King – Kopf is King: Was denn nun? 4:13
  • Der goldene Weg der Mitte 10:03
  • Von kleinen Fehlern und großen Learnings 11:42
  • Weitere Methoden und Tipps zur leichteren Entscheidungsfindung 13:36
    • Die Pro-und-Kontra-Liste
    • Die Entscheidungs-Mindmap
    • Entscheidungen treffen mit Hilfe von Bodenankern
    • Das Worst-Case-Szenario – Best-Cast-Szenario
  • Was ist für deine Entscheidungsfindung weiter von Bedeutung? 19:57

Und trotzdem müssen wir weiterhin Entscheidungen treffen

©Photo by Brett Jordan on Unsplash

Seit Podcast Nr. 11 setzen wir uns hoffentlich nicht mehr länger bei jeder Entscheidung das Messer an die Brust – nach dem Motto: Ich treffe dich und bleibe an deiner Seite, bis dass der Tod uns scheidet! Entscheidungen, die sich nach einer Zeit nicht mehr richtig anfühlen, dürfen wir überdenken und bei Bedarf anpassen. Also, diese Erkenntnis tut schon einmal gut – mir zumindest. Wie ist das bei euch? Nun gut, trotzdem bleibt eine Tatsache bestehen: Wir müssen weiterhin immer wieder Entscheidungen treffen! Die eine/der eine unter euch sagt jetzt vielleicht: Und, für mich ist das kein Problem. ABER da gibt es die andere Fraktion, für die Entscheidungen eine große Herausforderung sind. Zu welchem Lager du zählst hat u. a. etwas mit deinem Persönlichkeitstyp und somit deinen Prägungen zu tun. Jetzt bitte nicht frustriert den Podcast ausschalten, weil du zu denen gehörst, die sich etwas mehr Zeit für diesen Schritt einräumen: Weiter unten stelle ich dir ein paar Methoden vor, die auch dich bei der Entscheidungsfindung nach vorne bringen können.

Von kleinen und großen Entscheidungen

Unfassbar, aber wahr: Wir treffen täglich circa 20.000 Entscheidungen. Bei der hohen Zahl ist klar, dass wir einen großen Teil davon rein intuitiv fällen, ohne das auch nur zu bemerken. Das ist auch gut so, denn würden wir über alle Themen bewusst sinnieren, wir wären schlichtweg überfordert von so vielen Gedankengängen und kämen nicht ins Handeln. Wenn wir ehrlich sind: Es ist nicht wirklich weltenscheidend, ob ich heute die grüne oder blaue Hose anziehe, Käse aufs Brötchen lege oder Nutella drauf genieße oder oder.

Und dann gibt es Entscheidungen, die von größerer Tragweite für unser Leben und ggfs. das von anderen sind. Hier sollten wir uns schon den Raum für bewusstes darüber Nachdenken nehmen. Aha, die großen Entscheidungen also per Analyse, die kleinen per Intuition? Das würde ich nicht sagen und hier scheiden sich auch die Geister: Es gibt Menschen, die Intuition immer noch für esoterischen Humbug halten. Aber es gibt auch wissenschaftliche Erkenntnisse, die der Bauchentscheidung durchaus viel abgewinnen können. Schauen wir uns dieses eigentliche Zweigespann also einmal genauer an!

Bauch is King – Kopf is King: Was denn nun?

©Photo by Shahram Anhari on Unsplash

Was ist nun eigentlich diese sagenumwobene Intuition? Hast du dir die Frage auch schon einmal gestellt – unser Kopf braucht ja einfach immer mal wieder ein paar Daten und Fakten. Eine für mich sehr passende Definition habe ich im „Werner Stangl – Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik“ (https://lexikon.stangl.eu/3540/intuition) gefunden. Sie lautet:

Intuition ist weder ein magischer sechster Sinn noch bedeutet sie, dass Entscheidungen unter Berufung auf ein imaginäres Bauchgefühl nach dem Zufallsprinzip getroffen werden. Vielmehr verbirgt sich hinter der Intuition häufig eine spontane und rasche Mustererkennung und das unbewusste Abrufen von Erfahrungswissen. Die zugrundeliegenden kognitiven Prozesse basieren daher in der Regel auf Erfahrung, laufen schnell und unwissentlich ab, und ermöglichen das scheinbar mühelose Zusammensetzen vieler verstreuter Aspekte zu einem kohärenten Ganzen. (Stangl, 2021).
Anmerkung der Redaktion: „kohärentes Ganzes“ bedeutet hier eine „Eingebung“, Antwort, Idee u. ä.

Intuition ist also keine irrationale Eingebung, sondern sie beruht auf Gelerntem, auf das wir ohne einen bewussten Denkprozess zurückgreifen.
Vorteile der Intuition sind u.a.

  • Sie spart Zeit, denn intuitive Antworten stehen meistens unmittelbar zur Verfügung – in Form von Impulsen, plötzlichen Ideen, Vorlieben für bestimmte Wahlmöglichkeiten.
  • Sie zeigt oft Zwischentöne auf, die uns per Ratio entgehen würden. Z. B. wenn uns unser Bauchgefühl sagt, dass zwischen uns und einem Kollegen etwas in der Luft schwingt, unausgesprochen und somit zu klären ist.
  • Sie bringt Lösungsansätze hoch, auf die wir per Ratio gar nicht gekommen wären. Durch ihre auch kreative Kombination von gespeichertem Wissen zeigt sie neue Wege auf. Diese können wir uns im Folgenden dann auch analytisch genauer anschauen.
  • Zufriedenheit: Wilson et al. fanden 1993 heraus, dass Probanden, die bei der Auswahl über die Gründe ihrer Präferenz nachdachten, nach drei Wochen mit ihrer Entscheidung weniger zufrieden waren als Personen, die spontan-intuitiv entschieden hatten.
  • Qualität gewählter Optionen: Wilson und Schooler schrieben 1991 über zu intensives Nachdenken: Introspektion kann die Qualität von Präferenzen und Entscheidungen reduzieren (https://psycnet.apa.org/record/1991-17498-001)
  • Stabilere Entscheidungen: Dazu schrieben Levine et al. 1996: Versuchspersonen, die über ihre Präferenz bewusst nachdachten, änderten diese später häufiger als Probanden, die intuitiv entschieden hatten.

Grenzen unseres neuronalen Arbeitsspeichers

Woran kann das u. a. liegen? Zum einen scheint ein bewusstes Überlegen die Aufmerksamkeit von wichtigen Attributen von Entscheidungsoptionen zum Teil abzulenken. So werden unwichtige Variablen überbewertet. Das thematisiert der Punkt von vorhin „Qualität gewählter Optionen“. Zum anderen verfügt unser neuronaler Arbeitsspeicher nur über eine begrenzte Verarbeitungskapazität. Er kann nur eine limitierte Anzahl an Informationen parallel verarbeiten. Unbewusste Prozesse scheinen dahingegen besonders effizient aufzulaufen und somit komplexe Zusammenhänge gründlicher abzuwägen als bewusste. Hier kann anscheinend eine viel größere Anzahl an Daten innerhalb kurzer Zeit berücksichtigt werden.

Das hört sich so an, als könnten wir dann doch getrost immer rein intuitiv handeln. Hier sagen Fachleute jedoch etwas anderes bzw. differenzieren den Entscheidungsweg von Fall zu Fall. Gerade bei besonders wichtigen und weitreichenden Entscheidungen ist ein genaues Hinschauen vonnöten. Intuitive Entscheidungen beruhen wie erwähnt u. a. auf Erfahrungen. Was aber wenn sich Zusammenhänge mit der Zeit verändern, neue Möglichkeiten, Technologien zur Verfügung stehen oder wir uns in einer komplett neuen Situation befinden? Hier müssen neue Erfahrungen gemacht werden, um nicht immer auf alt Hergebrachtes zurück zu greifen. Zudem können sich alte Prägungen und Glaubenssätze getarnt als intuitive Eingebungen zu Wort melden. Also Achtung, wer das spricht!

Der goldene Weg der Mitte

©Photo by Elena Mozhvilo on Unsplash

Was scheint hier also wie so oft der Königsweg zu sein: eine schlaue Synthese.
Bei alltäglichen Themen intuitiv und somit schneller entscheiden – um auch ins Handeln zu kommen. Bei größeren Themen beide Wege einbeziehen. Letzteres braucht ggfs. etwas Übung, denn die intuitive Antwort ist meistens sehr schnell da. In dem Fall hilft es, sie fürs Erste wie in der Meditation wahrzunehmen und einfach so stehen zu lassen. Dann wenden wir uns dem Thema vorerst analytisch zu: Wir sammeln Informationen, wägen Fakten ab, erkennen Prioritäten, fixieren unsere Zielsetzung und somit auch eine wahrscheinlich gute Lösung. Nun holen wir unsere Intuition hinzu bzw. fühlen noch einmal in uns, hören auf das spontane Feedback von innen. Im besten Fall passen beide Antworten zusammen bzw. können zusammengeführt werden. Falls nicht schauen wir uns die intuitive Entscheidung noch einmal an: Beruht sie ggfs. auf veralteten Erfahrungen oder Prägungen? Wo könnte ansonsten der Denkfehler in der Analyse liegen? Beides gibt uns keine eindeutige Antwort? Gut tut hier oftmals auch, eine Nacht drüber zu schlafen. Unbewusste Entscheidungen brauchen oftmals etwas mehr Zeit, um zu sacken und plötzlich kommt unter der Dusche die Antwort 😉

Von kleinen Fehlern und großen Learnings

©Photo by Brett Jordan on Unsplash

Und dann kennen wir die Situationen, in denen es weiterhin zu keiner eindeutigen Antwort kommt. Ich für meinen Teil schaue in dem Fall, ob die Entscheidung gerade wirklich ansteht? Habe ich alle relevanten Fakten und Ressourcen etc. dafür? Falls ja, gehe ich den Weg, der sich für mich am besten anfühlt. Zum einen haben wir im letzten Blogartikel bzw. Podcast ja gelernt, dass wir Entscheidungen sowieso nur für einen gewissen Abschnitt unseres Lebens treffen können. An folgenden Weggabelungen dürfen wir sie überdenken und ggfs. neue treffen. Zum anderen gehört zum Aufbruch ins Neue auch dazu, ab und an ins Straucheln zu geraten. Diese Situationen sind oftmals die Quelle für unsere größten Lernschritte. Begehen wir sogenannte Fehler z. B. noch in einer frühen Projekt- bzw. Veränderungsphase liegt der dadurch entstehende Schaden meistens noch im Rahmen. Das ist beispielsweise eins der wichtigen Elemente bei New Work Methoden wie Lean Startup oder Design Thinking: Wir haben eine Produkt- oder Serviceidee, bauen dazu ganz hands-on einen Prototyp, den wir direkt bei den Zielgruppen testen. Danach wird überarbeitet, getestet, adaptiert und wenn die Idee gereift ist und z. B. bereits bei einer Teilzielgruppe gut funktioniert, heißt es: scale up, raus in den breiteren Markt!

Weitere Methoden und Tipps zur leichteren Entscheidungsfindung

Anbei skizziere ich euch unterschiedliche Methoden an, die euch bei der Entscheidungsfindung unterstützen können. Fühlt hinein, welche euch am ehesten entspricht oder testet mehrere.

I. Die Pro-und-Kontra-Liste

Immer wieder gut um Klarheit ins emotionale Chaos zu bringen: Verfasst zu einer Entscheidung oder unterschiedlichen Möglichkeiten eine Liste, in der ihr schwarz auf weiß eintragt, was für und was gegen die jeweilige Variante spricht. Ich empfehle immer, die Antworten auch zu gewichten – z. B. von 1 bis 5. Findest du viele Contras, die jedoch eine marginale Auswirkung haben, die wenigeren Vorteile aber sind von großer Tragweite, kann die Situation gleich viel klarer aussehen.

II. Die Entscheidungs-Mindmap

Für die eher visuellen unter euch – ich liebe diesen Weg z. B.: Auf ein großes Blatt Papier schreibst du die unterschiedlichen Entscheidungsvarianten, die du aktuell für dich siehst. Von jeder Möglichkeit zweigst du nun die jeweiligen Pros und Contras ab. Auch hier kannst du durch unterschiedliche Farben oder dickere Abzweigungsäste die Antworten gewichten. Oder du ordnest ihnen erneut Zahlen zu. Auf diesem Weg bringst du das Entscheidungschaos aus deinem Kopf heraus und führst dir die Möglichkeiten klarer vor Augen. Das schafft zudem Distanz und entdramatisiert diese oftmals sehr angespannten Momente. In entspannter Stimmung treffen wir bessere Entscheidungen.

III. Entscheidungen treffen mit Hilfe von Bodenankern

Diese Methode ist angelehnt an die sogenannte Aufstellungsarbeit. Du brauchst dafür möglichst große Pappen, die du in so große Stücke schneidest, dass du dich komplett darauf stellen kannst.

Variante 1: Hier fühlst du nur in eine Entscheidung hinein.

  • Auf eine Pappe schreibst du die Entscheidung und legst sie in die Mitte des Raumes
  • Auf weitere Pappen schreibst du die Pros & Contras
  • Stelle dich nacheinander auf die Pappen mit Blick gen Entscheidung
  • Fühle jeweils auf jeder Pappe in dich hinein
    • Was passiert, wenn du auf ihnen stehst?
    • Welche Gefühle kommen auf?
    • Welche Gedanken?
    • Wie fühlst du dich körperlich etc.?
  • Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst. Bleibe so lange stehen, bis du das Gefühl hast, alle Antworten sind herausgesprudelt.
  • Ist das Contra wirklich so arg, das Pro so wichtig?
  • Kommen neue auf?

Variante 2: Hier betrachtest du Entscheidungsvarianten.

  • Auf eine Pappe schreibst du dein aktuelles Grundthema und legst es in die Mitte.
  • Auf weitere Pappen werden die unterschiedlichen Entscheidungsmöglichkeiten notiert und dann rund um das Thema gelegt.
  • Nun stellst du dich nach und nach in alle Varianten
    • Was passiert, wenn du auf ihnen stehst?
    • Welche Gefühle kommen auf?
    • Welche Gedanken?
    • Wie fühlst du dich körperlich etc.?
  • Kommen dir im Prozess neue Entscheidungsvarianten in den Sinn?
    • Schreibe sie auf und stelle dich auch in sie hinein.
  • Nimm dir auch hier genügend Zeit in den Pappen zu stehen bis du das Gefühl hast, es ist alles „gesagt“.

Durch diese Übung bekommst du meistens eine viel klarere Idee zur Situation und den Varianten – und vor allen Dingen dazu, wie sich das Ganze für dich anfühlt. Wenn es für dich wichtig ist, mach dir im Anschluss Notizen. So hast du alles schwarz auf weiß für den Fall, dass deine inneren Widersacher wieder auftauchen und deine neue Klarheit torpedieren wollen. Und glaube mir: Sie werden anklopfen!

IV. Das Worst-Case- : Best-Cast-Szenario

©Photo by bruce mars on Unsplash

Auch eine meiner Lieblingsmethoden: Wenn mich eine Entscheidung so richtig unter Druck setzt, sogar Angst aufkommt, gehe ich folgendermaßen vor. Ich ziehe mich an einen ruhigen Ort zurück. Dann stelle ich mir so real wie möglich den schlimmsten Ausgang einer Entscheidung (oder mehrerer) vor. Für mich ist das Folgende immer wieder ein Phänomen – bei mir zumindest ist das oft so: Wenn ich mich der Situation stelle, sie rational analysiere, dann fühlen sich die Konsequenzen meistens gar nicht so schlimm an. Nicht selten lassen wir uns, ich nenne es gerne so, von Entscheidungen und Ängsten wie die Sau durchs Dorf treiben. Mit der Zeit werden sie so oft immer größer. Wir laufen vor etwas weg, das wir uns noch gar nicht genau angeschaut haben. Wenn wir stehen bleiben, uns umdrehen und der Situation stellen, entweicht ihr oft der Druck. Die Frage zu Worst-Case: Ist er wirklich so schlimm, dass du ihn nicht tragen kannst?

Und parallel bitte nicht Best-Case vergessen: Und wie verändert sich dein Leben im besten Fall, wenn du den Weg gehst? Wow, so sehr?! Das wird dir unterwegs so viel Extra-Power geben, da kommst du auch mit Widerständen zurecht!! 😊

Es gibt noch viele weitere Methoden. Hier habe ich dir erst einmal Varianten aufgezeigt, die einfach umzusetzen sind.

Was ist für deine Entscheidungsfindung weiter noch von Bedeutung?

  • Entscheide wenn möglich nicht unter Druck. Ziehe dich für einen Moment zurück und komm zu dir. Kanadische Wissenschaftler um Theodore Noseworthy der Universität von Guelph fanden heraus, dass Stress uns emotional manipuliert und uns von negativen Konsequenzen distanziert. Wir sind dann eher im Angriffs-Modus.
  • Entscheide in einer positiven bis mindestens neutralen Stimmungslage – deprimiertes Gemüt führt zu pessimistischen und konservativen Entscheidungen.
  • Mach dir dein Ziel erneut sehr bewusst und male es gedanklich in den schönsten Farben aus, fühle hinein. Das gibt Mut zu Entscheidungen.
  • Trau dir Neues zu – das ist oftmals nicht unwegsamer als in einer bestehenden Situation zu verharren.
  • Manchmal hilft es auch, eine Nacht über die Varianten zu schlafen! Gerade auch in Streitsituationen mit Menschen tut es gut, wenn der erste Druck entwichen ist und wir so klarer sehen können.
  • Es gibt nicht nur schwarz oder weiß: Findest du vielleicht eine Lösung, die beide Möglichkeiten kombiniert? Gibt ein weitere Optionen, einen Plan C? Was könnte ein erster Schritt sein, der zu mehr Klarheit führt und so zu einer Entscheidung?
  • Und: Es gibt nicht den einen, den richtigen Weg, sondern immer viele Möglichkeiten. Jede bringt ihr Gutes, aber sicher auch schwierige Aspekte mit sich. Manchmal geht es einfach darum, endlich eine Entscheidung zu treffen!

Das ist zusätzlich aus folgendem Grund wichtig: Ewig herausgezögerte Entscheidungen belasten mit der Zeit einfach sehr! Wir können uns und unser Leben richtig schachmatt setzen und im schlimmsten Fall so unglücklich weiter machen.

Und wenn wir dann endlich eine Entscheidung getroffen haben ist es von großer Bedeutung, Variante B und C und D ziehen lassen. Ansonsten sind wir nicht frei, uns vollkommen Variante A zu widmen. Wir agieren so schnell gebremst und halbherzig – und wundern uns dann, warum es nicht vorwärts geht, das Ergebnis nur suboptimal ist.

Aaaalso: Fass dir dein Herz, sag ja zum neuen Weg, Blick geradeaus und los geht’s Schritt für Schritt für Schritt!

Herzlichen Glückwunsch & ich wünsche dir viel Erfolg! ❤️

Und nicht vergessen: Die Entscheidung darf immer wieder angepasst werden

Der EXit! Podcast #12: Entscheidungen treffen – so fällt es leichter!

©privat

 

Links & Empfehlungen

  • „Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ von Gerd Gigerenzer (https://amzn.to/3jDQy4V)

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